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    Lothar de Maiziere ist böse und das Live im ARD-Morgenmagazin PDF Drucken E-Mail
    Geschrieben von: Zeilenzähler   
    Dienstag, 04. August 2009 um 08:48 Uhr

    Während man bekanntermaßen das ZDF mit seinem Satelliten Phönix in die
    Kategorie CDU-Propagandasender „verschubladen“ kann, passieren in der ARD immer noch Dinge die so keiner gewollt hat. So zum Beispiel Heute morgen im ARD Morgenmagazin. Da sitzt der Herr Sonne gemütlich mit Lothar de Maiziere im Café und versucht getreu dem amtlichen Feierslogan die ehemalige DDR an die Latte zu nageln. Doch der einzige frei gewählte Ministerpräsident des abgewickelten Staates, spuckt ihm in den Kaffee und guckt dabei böse.

    Nicht nur, dass er richtig zustellen versucht, dass in der DDR nicht alles schlecht und deren Bürger kollektiv verblödet waren. Erzählt der doch plötzlich und vermutlich ohne dass er das hat vorher genehmigen lassen, dass er während seiner Amtszeit, seiner kurzen, telefontechnisch West-Berliner war. Das ist Interessant für den Werner Sonne, weshalb er das genauer wissen möchte. Das Thema mit der DDR zu beginn des Gespräches erscheint dem Herrn Sonne offenbar nicht so ergiebig, da stößt er auf Widerworte, dass macht ihm keinen Spaß. Und Lothar erzählt bereitwillig, dass es mit der fernmündlichen Kommunikation ja bekannterweise in der Ex-DDR nicht so dicke war. Weshalb ihn die Bundesrepublik freundschaftlich an die hingestreckte Mutterbrust nahm und ihm einen Anschluss in der mit ihr in „Partnerschaft“ verbundenen selbständigen politischen Einheit West-Berlin legen ließ.

    Da spitzt der Werner die Ohren und glaubt was zu hören, dass gut zum Kaffee und den Brötchen zu passen scheint. Doch Lothar findet den Bremshebel nicht und erzählt plötzlich davon, dass er heute weiß, dass man diese Leitung direkt über Pullach geschaltet hatte. Pullach? Aber da sitzt doch der BND fällt dem Werner auf. Das klingt nach spannendem Spionagekrimi und das morgens. Da holt sich der Zeilenzähler doch schnell eine tüte mit Nüsschen und macht es sich bequem. Dem Werner gefällt das auch, da schaltet man also dem ersten frei gewählten Ministerpräsidenten der DDR eine Telefonleitung aus seinem Büro, über die selbständige politische Einheit West-Berlin (Vier Mächte Status) in die freie Welt und der Bundesnachrichtendienst hört jedes Wort mit. Superklasse! Geile Nummer, findet auch der Werner. Und er fragt den Lothar ob man da denn auch die Gespräche von ihm und dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl abgehört hätte?

    Natürlich hat man das, sagt der Lothar. Aber natürlich habe man ja auch die Gespräche von Kohl und ihm abgehört, also umgedreht jetzt mal und wem das heute peinlicher sein sollte ließ er im Moment mal dahin gestellt. Und dabei guckt er böse und „in den Arsch“ gekniffen. So als ob er sagen wollte, wenn er könnte würde er die Protokolle als Buch von sich veröffentlichen um noch mal richtig in die Tüte fassen zu können. Kann er aber nicht! Denn da steht der Kohl vor und der ist in dieser Republik unüberwindbar. Wenn der sagt sein Ehrenwort ist schwerer als alle Gesetzbücher dieses Landes dann ist das so! Und das das so ist konnte damals ein deutscher Autofahrer am eigenen Leibe erfahren. Der war zu schnell unterwegs und wollte bei Gericht nicht sagen wer gefahren ist. Nur das er selbst das nicht war und er den Namen nicht nennen wolle. Er habe sein Ehrenwort gegeben. Das Gericht honorierte dessen freundschaftliche Haltung allerdings in diesem Falle nicht, da er nicht der Bundeskanzler Helmut Kohl sei. Auch der Verweis auf das in Deutschland zu diesem Zeitpunkt angeblich noch existierende Gleichheitsgebot half dem Delinquenten nichts. Er wurde verurteilt.

    Schon damals galt der Grundsatz, wenn zwei das gleiche tun ist es noch lange nicht dasselbe. Und in diesem Land muss man zu den richtigen „Gleichen“ gehören. Das ist Heutzutage wichtiger denn je.

    Dieser kleine Umweg in die Vergangenheit muss dem Zeilenzähler erlaubt sein. Denn der Talk nahm anschließend, also nachdem der Werner dieses Thema wieder grade gebogen hatte, den üblichen Verlauf. Schade eigentlich, denn auch die Nüsschen waren noch nicht alle. Mit üblichem Verlauf meint der Zeilenzähler irgendwas zwischen „Warum schaltet Mensch die Kiste eigentlich immer wieder ein?“ und der spannenden frage „Geht es eigentlich noch flacher?“ Was bleibt nach diesem erbaulichen Moment heutiger TV-Information ist die Hoffnung. Die Hoffnung darauf, dass der Zeilenzähler noch zwei, vielleicht drei dieser Augenblicke erleben darf, bevor er in circa 30 Jahren in die Kiste muss. Mit ehemaligen „Granden“ dieser Republik die, wenn auch spät, irgendwann merken was man mit ihnen gemacht hat. Die anfänglich glücklich und zufrieden waren, weil sie glaubten dazu zu gehören, bis sie nicht mehr gebraucht und aussortiert wurden.

    Denn nur sie garantieren dem geneigten Zwangsabgabenzahler, dass er in diesen zunehmend gleichgeschalteten Staatsorganen, die sich hierzulande freie Medien nennen dürfen wie ARD, ZDF, Phönix oder die „Dritten“, wenigstens ab und an noch einen zu sehen bekommt der die Wahrheit sagt oder zumindest einen Zweifel an der gesteuerten Meinung aufwerfen kann. Dank an Lothar de Maiziere, der zumindest einige Menschen erneut dazu anregen sollte nochmals über die tatsächlichen Aktivitäten des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl nachzudenken. Recherchieren ist ja praktisch unmöglich, nachdem bei Amtsübergabe an Gerhard Schröder ein Loch in den Aktenschränken des Bundeskanzleramtes von etwa 12 Metern entdeckt worden sein soll und die Stasiakte des „Einheitskanzlers“ wohl auf ewig weggeschlossen bleiben wird.

    Haben Sie sich eigentlich mal gefragt warum die Akte der amtierenden „Reisekanzlerin“ Angela Merkel nicht freigegeben wird?
    Sollten wir uns Gedanken darüber machen, warum sie so akribisch darauf bedacht ist ihre „Widerstandstätigkeit“ in der DDR zu verschleiern? Vielleicht denken wir ja mal gemeinsam darüber nach?


    Der Zeilenzähler wünscht noch eine schöne Woche und denken Sie daran, demnächst ist Bundestagswahl.

    Hinweis der Redaktion:

    Eventuell vorkommende Rechtschreibfehler, sind ein Geschenk der Redaktion oder des/r jeweiligen Autors/in und dürfen behalten werden. Sie stellen im Sinne des Sozialgesetzbuches III bei Empfängern von Sozialleistungen kein Einkommen dar und können deshalb aufs Heftigste genossen werden.
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